Unterhaltung und Musik

 
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Das Wasserpuppentheater

 

Das Wasserpuppentheater ist eine weltweit einmalige vietnamesische Volkskunst, deren Geschichte bis in das 11. Jahrhundert in der Region des Delta des Roten Flusses zurückgeht. Es wurde vor allem von ländlicher Bevölkerung ins Leben gerufen - auf den Reisfeldern verbrachten Bauer die Pausen damit, alltägliche Szenen aus dem Alltag mit diesen Wasserpuppen darzustellen. Diese Kunstform erreichte den Höhepunkt im 18. Jahrhundert.  

 

Die Bühne des Wasserpuppentheaters besteht aus einem großen Wasserbecken als Dorfteich vor einer Kulissenwand. Auf einer Seite befindet sich ein kleines Orchester mit traditionellen Instrumenten, das die ganze Aufführung begleitet.  Geführt werden die hölzernen Puppen an langen Bambusstangen von Akteuren, die hinter einem Bambusvorhang bauchtief im Wasser stehen.

 

Die Themen entstammen vor allem dem ländlichen Leben (Fischer fangen Fische, Bauern ernten und pflanzen…) sowie Legenden und historischen Ereignissen (Legende des zurückgegebenen Schwertes…). Bei einem Besuch in Hanoi sollte sich eine Vorstellung im Thang Long Wasserpuppentheater am Hoan Kiem See sicher nicht entgehen lassen. 

 

   

 

Traditionelle Musik und Tänze

 

Als ein Land mit ursprünglich vielen ethnischen Gruppen hat Vietnam sehr vielfältige traditionelle Tänze wie Huttanz (Mua Non), Fächertanz (Mua Quat)… Darunter ist der Gemeinschaftstanz von Thai Minderheit names “Mua Xoe” wirklich eine Augenweide. Den praktiziert man zweimal im Jahr im Fest der Tay und Thai Minderheit. Ursprünglich wird der Tanz von Mädchen aufgeführt, um die Aufmerksamkeit der Jungen auf sich zu ziehen. 

 

Tanz der Khmu Minderheit: Khmu Tanzfest ist eine Hommage an die Reisgöttin. Überwiegend von Reis lebend, glauben Khmu Menschen an die Existenz der Reisseele. Das Fest findet vor dem Saat- und Erntetermin statt.

 

 

 

Jede ethnische Gruppe hat ihre eigene Art von Musik, im Allgemeinen können Volkslieder aber in Kinderlieder, Liebeslieder, Arbeitslieder, Festlieder, Wiegenlieder und Trauerlieder aufgeteilt. Ihre Herkunft bzw. Autor ist immer noch ein Rätsel. Volkslieder können ohne imtrumentale Begleitung gesungen werden. Sie machen einen Teil unserer Kultur aus und wurden von Generation zu Generation mündlich überliefert.

 

Die klassische Musik diente ursprünglich dazu, den kaiserlichen Hof zu unterhalten. Dazu zählen die regional verbundenen Musik wie  Hat A Dao (Ca Tru) und Hat Chau Van im Norden, Ca Hue in der Mitte und Don Ca Tai Tu im Süden usw., die in der Regel von lokalen traditionellen Instrumente begleitet werden.

 

Typische traditionelle Bühnenkünste Vietnams umfasst vor allem Cheo (Volkstheater), Tuong (eine Abwandlung der chinesischen Oper), Cai Luong (eine modernere Mischform aus westlichem Sprechtheater und traditionellen vietnamesischen Stilen), die tief in die Kultur Vietnams verwurzelt sind.